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ZURÜCK ZU VOLLEN STADIEN

Hallo Borussen,

die neue Saison hat begonnen und es ist nun bereits die dritte Spielzeit, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie wesentlich beeinflusst wird. Nach fast einer gesamten Saison vor leeren Rängen, wurde nun zum ersten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die „Rückkehr der Fans“ gefeiert.

Natürlich ist es positiv, dass wenigstens 25.000 Fans die Heimspiele im Westfalenstadion wieder besuchen können. Nach über 1,5 Jahren ist alleine die Möglichkeit, die Spiele der Borussia im Stadion zu verfolgen, viel wert. Insofern ist es nur logisch, wenn diese von Teilen der Südtribüne auch wahrgenommen wird. Fraglich ist also weniger das Hier und Jetzt, sondern vielmehr der Ausblick auf die kommenden Monate. Während das öffentliche Leben weitestgehend wieder stattfindet und in vielen Bereichen ein Normalzustand zumindest angestrebt wird, ist rund um die Fußballstadien der Deutschen Profiligen ein Flickenteppich aus Restriktionen wahrzunehmen. An eine wirkliche Rückkehr der Fans und der lebendigen Fankultur, wie sie vor der Pandemie in den Stadien gelebt wurde, ist unter diesen Umständen noch nicht zu denken.

Um es ganz klar zu stellen: Es geht hierbei nicht darum, die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen während der Pandemie zu bewerten. Die Südtribüne Dortmund ist ab Tag 1 verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen und hat sich solidarisch gegenüber denen verhalten, für die eine Infektion eine große Gefahr bedeutet hätte. Spiel für Spiel haben wir uns auf kleine Runden verteilt und den Pokalsieg, drei Derbysiege und den Abstieg der Schalker vor dem Fernseher verfolgt.

Mit Ende der Geister-Saison 20/21 wurden in Anbetracht sinkender Infektionszahlen und Impf-Prognosen auch in Deutschland die Gespräche bzgl. einer Zuschauerzulassung aufgenommen. Wie eingangs erwähnt, ist mit dem aktuellen Zustand zumindest ein erster Schritt unternommen, allerdings lässt der Vergleich zu anderen Ländern auch eine nicht unerhebliche Diskrepanz erkennen. Während man hierzulande im Schachbrettmuster verteilt auf den Tribünen sitzt, zeigt der Blick nach Frankreich, Dänemark oder England volle Fankurven und Bilder, die in die Zeit vor der Pandemie zurückversetzen.

Wir haben in unserem Statement zu Saisonbeginn Perspektiven und den erkennbaren Willen für die Rückkehr zur Vollauslastung eingefordert. Zum jetzigen Zeitpunkt nehmen wir zwar Debatten über veränderte Gegebenheiten wahr, jedoch gehen diese weiterhin mit wesentlichen Einschränkungen und zum Teil nicht nachvollziehbaren Reglementierungen einher. Der erkennbare Wille, den Normalzustand zu erreichen, fehlt weiterhin und eine wirkliche Perspektive zeigt sich nur bedingt.

Natürlich wird es auf dem Weg zurück zur Normalität nicht ganz ohne Kompromisse funktionieren. Allerdings dürfen sich diese nicht zum Dauerzustand entwickeln, wenn die pandemische Lage auch Alternativen zulässt. Dauerhaft zu erfüllende Auflagen, wie das Vorzeigen eines aktuellen Impfnachweises und des Personalausweises am Eingangstor, widersprechen unserer Vorstellung des Stadionbesuchs doch immens. Hier sehen wir auch die Gefahr des aktuell diskutierten 2G-Modells. Sofern sich dieses Konzept deutschlandweit in den Fußballstadien etabliert, ist es schwer vorstellbar, dass in der Zukunft von dieser Regelung wieder Abstand genommen wird. Hier könnte sich der Stadionbesuch durch die Bürokratie, Einlassprozedere und im schlechtesten Fall dauerhaft personalisierte Eintrittskarten nachhaltig verändern.

Eine Rückkehr der Fans erfordert Freiheiten, wie wir sie vor der Pandemie kannten. So zeigt beispielsweise der Blick nach Österreich ein seit Saisonbeginn funktionierendes 3G-Konzept mit vollen Stadien. In Dänemark fallen zum 10.09.2021 sämtliche Beschränkungen, sodass hier keinerlei Auflagen für den Stadionbesuch mehr bestehen.
Eine Rückkehr der Fans fordert allerdings auch den Mut der Entscheidungsträger, den Weg zurück zur Normalität zu ebnen. Hier geht der BVB leider nicht mit dem besten Beispiel voran, der durch das Festhalten an der 2G-Regelung eine noch größere Hürde für den Stadionbesuch schafft, als sie vom Gesetzgeber aktuell vorgeschrieben ist.

Beim BVB und im Allgemeinen gilt es, das Ziel des Normalzustandes in den Stadien wie vor der Pandemie in den Fokus zu rücken und dabei den Mut aufzubringen, die dafür gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Volle Stadien ohne Abstände, Masken oder Kontaktverfolgungen – für eine lebendige Fankultur!


Saisonstart

Es ist mittlerweile eineinhalb Jahre her, dass wir zum vorerst letzten Mal Seite an Seite im Stadion standen und unsere Mannschaft mit wehenden Fahnen und lauten Gesängen nach vorne getrieben haben. Was jahrelang einen großen Teil unseres Lebens bestimmt hat, wurde durch die Pandemie auf einen Schlag beendet. Etablierte Treffpunkte waren monatelang verwaist und es war kaum möglich, uns wie gewohnt in großer Personenzahl zu versammeln. Unsere Fanszene hat die pandemiebedingten Einschränkungen wie die Durchführung von Geisterspielen allerdings stets verantwortungsvoll hingenommen – immer unter der Prämisse, dass dieser Zustand irgendwann sein Ende finden wird.

Nun steht am kommenden Wochenende der Start der Bundesliga-Saison an und die Vorzeichen für die neue Spielzeit haben sich nicht grundlegend geändert. Teilzulassungen von Zuschauern sind zwar ein Fortschritt gegenüber komplett leeren Rängen, aber das Stadionerlebnis, wie wir es kennen und lieben, ist auch unter diesen Bedingungen nicht möglich. Leider geben die neuesten Beschlüsse aus der Politik ebenso wenig Aussicht darauf, dass das Westfalenstadion und die anderen Spielorte in absehbarer Zeit wieder vollständig gefüllt sein werden.

Was uns in der gegenwärtigen Situation vollkommen fehlt, sind der konkrete Wille sowie Perspektiven vonseiten der Entscheidungsträger, Großveranstaltungen im Freien überhaupt wieder zu ermöglichen. Aktuell scheint es fast, als würden wir in eine Endlosschleife geraten, bei der Beschränkungen mit immer neuen Begründungen aufrechterhalten werden. Angesichts der zunehmenden Impfquote, der inzwischen nahezu freien Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie umfangreicher Testkapazitäten ist eine kategorische Beschränkung von Zuschauerzahlen aus unserer Sicht mittelfristig nicht mehr haltbar.

Gerade der Blick auf Nachbarländer wie Österreich, Dänemark oder die Niederlande zeigt, dass eine Rückkehr zur Normalität kein Ding der Unmöglichkeit ist. Wir fordern, dass auch hierzulande endlich eine klare Aussicht auf eine möglichst zeitnahe Rückkehr aller Zuschauer in die Stadien geschaffen wird. Dabei muss der Status vor der Pandemie das Ziel sein – inklusive voller Gästekontingente von 10 Prozent der Karten!

Mit einem kritischen Blick werden wir die weitere Entwicklung beobachten. Dabei positionieren wir uns langfristig klar gegen die Personalisierung von Eintrittskarten, eine Sitzplatzpflicht in Stadien sowie jegliche anderen Maßnahmen, die seitens der Behörden und der Politik unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung ins Spiel gebracht werden.

SÜDTRIBÜNE DORTMUND


BÜDCHEN SPEZIAL – Spendenergebnis

Hallo zusammen,

hiermit möchten wir über das zurückliegende Büdchen-Spezial informieren und uns für die Spendenbereitschaft und den gelungenen Tag bedanken. Trotz wechselhaftem Wetter waren viele Leute zugegen und so können wir nach Abzug aller Auslagen eine Spendensumme in Höhe von aufgerundeten 2500 Euro verbuchen, die bereits an die Hochwasser-Soforthilfe des TuS Volmetal weitergeleitet wurden.

Weiterhin kann die Arbeit des Vereins finanziell unterstützt werden, sodass wir hier nochmal die jeweiligen Daten bereitstellen.

PayPal: hagenhilft@gmx.de oder über das Vereinskonto (TuS Volmetal 1887 e.V.) mit der IBAN: DE19 450 500 0101 00125 646 unter dem Verwendungszweck „Hochwasser“.


Büdchen Spezial

Am Samstag, den 07.08.21, werden wir zwischen 11 und 17 Uhr einen Büdchen-Verkauf im Innenhof des Fanprojekts (Dudenstraße 4) anbieten. Dafür haben wir diverse Aufklebermotive, Restausgaben vom TACHELES (2, 3 & 3+1), diverse Restbestände von Fanzines (u.a. Manni 2, 3, 6 & 8) sowie Borussia-verbindet-Shirts in fast allen Männer- und Frauen-Größen im Angebot.

Das eingenommene Geld wird an die Hochwasser-Soforthilfe in Hagen gehen, um diese bei der Beseitigung der Schäden durch das extreme Unwetter zu unterstützen.

Kommt zahlreich vorbei und bleibt gerne noch zum Austausch und auf ein Getränk. Weiterhin sollte dazu bitte auf die obligatorischen Abstände sowie das Tragen einer Maske geachtet werden.


50+1 IST UNVERHANDELBAR!

Lange Zeit war es verhältnismäßig still um die 50+1-Regel. Ende Mai ließ dann eine Stellungnahme des Bundeskartellamts aufhorchen. Tenor: Nicht 50+1 ist das Problem, sondern die Ausnahmegenehmigungen, die einigen wenigen Clubs Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Im Schatten der Europameisterschaft werden sich an diesem Mittwoch die Spitzen der Vereine auf der DFL-Mitgliederversammlung treffen, um sich mit der Kritik des Kartellamts zu beschäftigen. Trotz größtmöglicher Intransparenz ist vorab bekannt geworden, dass dort Optionen zur Debatte stehen, die die Abschaffung der 50+1-Regel zur Folge hätten. Für uns ist schon die Tatsache, dass solche Szenarien es überhaupt auf die Tagesordnung geschafft haben, eine Zumutung. Seit vielen Jahren setzen sich Fans und Ultras quer durch die Republik für den Erhalt von 50+1 ein und sogar die obersten Wettbewerbshüter geben der Regel ihren Segen. Doch anstatt daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Aushöhlung der 50+1-Regel zu stoppen, stehen nun ganz konkrete Möglichkeiten im Raum, die dem Ausverkauf des Fußballs auch hierzulande endgültig Tür und Tor öffnen würden.

Dabei hat sich während der Pandemie deutlicher denn je gezeigt, wie fest das Geld den Profifußball ohnehin schon im Würgegriff hat. 50+1 ist eines der wenigen verbliebenen Elemente, die viele Vereine noch davor bewahren, vollständig die Bodenhaftung und die Bindung zu ihren Fans zu verlieren. Während in anderen europäischen Profiligen ohne Mitsprache des eigenen Anhangs reihenweise Vereinswappen geändert werden und Investoren bei vielen Clubs nichts als Schulden hinterlassen, können die Vereinsmitglieder hierzulande dank 50+1 immer noch Einfluss auf wegweisende Entscheidungen nehmen. Die einzig richtige Antwort auf die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate kann deshalb nur lauten, sich klar und deutlich zur 50+1-Regel zu bekennen und sie dauerhaft zu stärken. Das und nichts anderes fordern wir vom BVB und den anderen Vereinen in der DFL, die am Mittwoch über die Zukunft der wichtigsten Regel im deutschen Fußball entscheiden.

50+1 ist unverhandelbar!

SÜDTRIBÜNE DORTMUND


VORSPIEL

Vorspiel
Vorspiel 195
Freiburg

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